Das Haus „Helvetia“ wird 2009 100 Jahre alt.
Das Gebäude wurde 1909 von dem Schweitzer Robert Pary
errichtet.
Pary war Kurdirektor des von Hauptmann Theodor Hoffmann
gegründeten Bades.
Das Gebäude diente zunächst als Pension und Hotel für die in
Salzig weilenden Kurgästen. Im III. Reich war Haus „Helvetia“
Erholungsheim der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Die DAF
wurde nach Auflösung der Gewerkschaften im Zuge der national-
sozialistischen Gleichschaltungspolitik gegründet.
Sondereinrichtung der DAF war die
Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF).
Nach dem 2. Weltkrieg war Haus „Helvetia“ Erholungsheim sowie
Kloster
und Unterkunft von Schwestern der verschiedensten Orden.
Im Jahre 1946 wurde Haus „Helvetia“ Provinzialhaus der neu
errichteten
Westprovinz der Schönstätter Marienschwestern. Von hier aus
wurden die
Schwesternniederlassungen der Diözesen Trier, Limburg und
Speyer
betreut. Gleichzeitig war es Altersheim.
Als die Zentrale der Westprovinz verlegt wurde, erwarb der
Caritasverband Trier das Haus. Es wurde zum
Müttererholungsheim, insbesondere für Mütter kinderreicher
Familien.
Das seit 1956 im Aufbau befindliche Sanatorium für Leber- und
Stoffwechselkrankheiten erforderte für die pflegerischen und
hauswirtschaftlichen Aufgaben entsprechende Kräfte. Die Leitung
der Landesversicherungsanstalt Rheinland Pfalz trat an die
Schwesternschaft heran und bat um Unterstützung. 1956 und in
den folgenden Jahren, insbesondere nach Fertigstellung weiterer
Gebäuden, (Sanatorium) entsandte die Gemeinschaft für die
Krankenpflege und die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten
Schönstätter Marienschwestern.
In den Jahren 1956 bis in die 1980iger Jahre, jeweils zu
verschiedenen Zeiten, waren im Bereich der Sanatorien (heute
Kurklinik) der Landesversicherungsanstalt 69 Schönstätter
Marienschwestern als Krankenschwestern, in der Küche und in der
Wäscherei sowie bei der Betreuung der Patienten tätig.
Vorübergehend, im Jahr 1964 leiteten die Oblatinnen vom hl.
Franz Sales
Haus „Helvetia“ als Müttererholungsheim.
Ab 3. Dezember 1988 sind Missionsschwestern unserer Lieben Frau von Afrika ( „Weiße Schwestern“) in das Haus „Helvetia“
eingezogen.
In Bad Salzig und der mittelrheinischen Landschaft finden sie
nach schwerer Missionsarbeit im Ausland, Ruhe, Gesundheit und
Stärkung, um ihre aufopfernde Tätigkeit fortsetzen zu können.
Älteren Missionsschwestern wird das Haus „Helvetia“ Ruhesitz
nach
jahrzehntelanger Missionsarbeit. m-k
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